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News




#DareToCare

bvvd: DareToCare – Animal Welfare Podcasts
Der Tierschutzpodast für Euch!

We Dare To Care! By listening to our podcast you do too.
Zusammen tauchen wir, Aimée and Anette, in verschiedene tierschutzrelevante Thematiken ab. Wir lernen im Diskurs die Meinungen einzelner Tierärzte, Studierender, Landwirte und anderen kennen.
Unser Ziel ist es das Bewusstsein für diese Thematiken zu stärken und die Meinungsbildung zu fördern.
Wir freuen uns über Euren Input. Bitte lasst uns wissen, über welche Themen oder auch von welchen Gesprächspartnern ihr gerne mehr erfahren würdet. Bitte teilt Eure Gedanken und unseren Podcast! 🙂
Wir heißen Feedback willkommen, ob als Kommentar, Bewertung oder per Email an: daretocarestudentpodcasts@gmail.com
Manche Episoden werden auf Deutsch und manche auf Englisch sein. Viel Spaß!

Eure Aimée und Anette

 


Tierschutzwoche

5. November 2019

Die AG Tierschutz des bvvds veranstaltet in diesem Jahr zum ersten Mal
eine Woche für den Tierschutz (vom 25.11.2019-29.11.2019).

Dabei finden an allen fünf deutschen Universitätsstandorten der Veterinärmedizin parallel Aktionen rund um den Tierschutz statt. An jedem Tag wird dabei ein anderer Themenschwerpunkt gesetzt, der möglichst von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Ziel dieser Veranstaltung ist eine eigenständige und fundierte Meinungsbildung der Studenten zu relevanten Tierschutzthemen, sowie die Präsentationen verschiedener Organisationen und Alternativprogramme, die im Tierschutz tätig sind.

Alle weiteren Infos zum Programm an den verschiedenen Standorten erfahrt ihr schon bald hier sowie über die üblichen Kanäle eurer MeCs.

Kommentar zur GOT Novelle

15. September 2019

Liebe KommilitonInnen,

den folgenden Kommentar formulierten wir auf Anfrage des BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) zur vorgeschlagenen Novelle unserer Gebührenordnung.

Für Hintergründe verweisen wir auf folgenden Artikel: https://www.wir-sind-tierarzt.de/2019/08/die-notdienst-got-kommt-aber-reicht-mehr-geld/

Euer bvvd


Sehr geehrter Herr Rüllich,

vielen Dank für die Zusendung des Entwurfs. Es freut uns sehr, dass die gemeinsamen Sorgen der TierbesitzerInnen und der praktizierenden TierärztInnen im Hinblick auf die Verfügbarkeit eines tierärztlichen Notdienstes vom BMEL ernst genommen und konstruktiv aufgegriffen wurden. Schließlich verunsichert diese, gerade im ländlichen Raum deutlich ausgeprägte Problematik, die Studierenden in ihren Überlegungen zum Berufseinstieg.

Wir hoffen, dass die vorgeschlagenen Anpassungen dazu beitragen werden, den BerufseinsteigerInnen eine geregelte und zufriedenstellende Struktur, mit planbaren Nacht- und Wochenenddiensten, in den Praxen und Kliniken zu bieten.

Tiermedizin muss attraktiver werden um gegenüber anderen Berufen konkurrenzfähig zu bleiben. Junge, motivierte AbiturientInnen dürfen nicht abgeschreckt werden von Berichten über schlechte Arbeitsbedingungen in der Praxis. Nutztierhaltungen und Agrarpolitik stehen im Zentrum der öffentlichen Diskussion, BTV und ASP sind präsent und die Anforderungen von HaustierbesitzerInnen steigen kontinuierlich – eine stark aufgestellte Tiermedizinerschaft ist unabdingbar. Und dafür wird karriereorientierter, engagierter Nachwuchs benötigt.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag des erweiterten Vorstands des bvvd

Florian Diel

Wer „schön“ sein soll – muss leiden

13. September 2019

– Stellungnahme des bvvd zum Thema der Zucht brachycephaler Hunderassen –

Brachycephalie (abgeleitet von brachys = kurz und cephale = Kopf) bezeichnet die Kurzköpfigkeit, welche ein Resultat der moderneren Tierzucht darstellt. Im Folgenden beschränken wir uns auf die brachycephalen Hunderassen, wobei hier angemerkt sei, dass dieses Merkmal auch bei manchen Katzen als Rassestandard festgesetzt ist.

Seit über hundert Jahren werden kurzschnäuzige Hunde, wie der Mops, gezüchtet. Doch erst in den letzten Jahrzehnten ist diese Zucht durch ihr Fortschreiten teilweise in ein gesetzeswidriges Maß ausgeartet. Im § 11b des Tierschutzgesetzes (siehe Anhang I) steht, dass es verboten ist Wirbeltiere zu züchten, deren Nachkommen als Folge der Zucht Schmerzen, Leiden oder Schäden haben. Leider bedingen viele rasseabhängige Merkmale dieser Hunde, dass sie im Alltag unter vielen gesundheitlichen und innerartlich kommunikativen Schwierigkeiten leiden (siehe Anhang II). Klarzustellen ist, dass nicht jeder brachycephale Hund als eine Qualzucht gemäß des Tierschutzgesetz § 11b einzuordnen ist und, dass einige Hunde anderer Rassen ebenfalls unter dem Begriff einer Qualzucht einzuordnen sind. Der folgende Text bezieht sich nur auf brachycephale Hunde, bei welchen ein Verstoß gegen § 11b des Tierschutzgesetzes vorliegt.


Unsere Forderungen

  • Das Beenden brachycephaler Merkmale als Zuchtziele, die nicht mit dem Tierwohl vereinbar sind durch Änderung des Rassestandards und obendrein gezieltes Züchten entgegen brachycephaler Merkmale*1
  • Das Beenden der Zuchthilfe*2 von tierärztlicher Seite bei brachycephalen Rassen
  • Das Unterlassen der Nutzung brachycephaler Rassen zur Werbung in jeglichen Medien
  • Das Schaffen eines hohen Bewusstseins für die Rasseproblematiken unter den Tierärzten/-innen, Studierenden der Veterinärmedizin und der Bevölkerung


Persönliche Stellungnahme zum Brachycephalen Syndrom

– Welche Maßnahmen getroffen werden müssen und wer in der Verantwortung steht –

Das Brachycephale Syndrom stellt eine besondere Herausforderung für die Veterinärmedizin dar, obwohl die Verhinderung der Erkrankung in der Theorie sehr einfach ist – das Beenden brachycephaler Merkmale als Zuchtziel und obendrein gezieltes Züchten entgegen der brachycephalen Merkmale*1. Und als Goldstandart der Verhinderung (in)zuchtbedingter Prädispositionen: Die Kreuzung mit anderen Rassen.

Außerdem sollten sich Tierärzte/-innen in der Pflicht sehen, eine Zuchthilfe*2 von tierärztlicher Seite bei brachycephalen Rassen strikt abzulehnen. Jedem/-r Tiermediziner/-in sollte das Wohl des Tieres an erster Stelle sehen. Daher ist die Zuchthilfe, sowohl für die Hündin, als auch für ihre Nachkommen abzulehnen. Es besteht die berechtigte Annahme, dass die Hündin unter den zusätzlichen Belastungen der Trächtigkeit und durch den oft notwendigen Kaiserschnitt erheblich leidet und die Welpen in ihrem späteren Leben ebenfalls erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden aushalten müssen. In diesem Fall ist die Zucht mit brachycephalen Hunden gesetzeswidrig (TierSchG §11b).


Die Verantwortung liegt bei allen, die die Zucht dieser Hunde unterstützen und zu deren Verbreitung und den damit einhergehenden Leiden der Tiere beitragen.

– Methoden einer wirkungsvollen Aufklärung –

Nun stellt sich die Frage, weshalb das Züchten dieser Rassen so weit verbreitet ist, obwohl die Zucht der brachycephalen Hunde häufig mit Schmerzen, Leiden oder Schäden für die Tiere einhergeht – ein wichtiger Grund: die mangelnde Aufklärung über die tatsächlichen Umstände.

Ziel muss ein höheres Bewusstsein für die angesprochenen Rasseproblematiken unter den Tierärzten/-innen, Studierenden der Veterinärmedizin und der Bevölkerung sein. Hierfür ist es unerlässlich, dass Sie als Veterinärmediziner über all diese Aspekte Bescheid wissen und sie außerhalb unserer Profession verbreiten.

Aufklärungsarbeit kann erfolgen durch

  • gezieltes Ansprechen von Unternehmen, die öffentlich mit Hunden dieser Rassen werben
  • persönliche Gespräche in Praxen und Schulen
  • Flyer (bspw. bei der Landestierärztekammer Berlin erhältlich)
  • Dozenten und Studierende
  • Podiumsdiskussionen

Wir wünschen das Ende der Nutzung brachycephaler Rassen in der Werbung.
Insbesondere sollten bei Produkten an denen Tierärzte maßgeblich mitgearbeitet haben, wie z.B. Futtermittel, solche Hunde zu Werbezwecke unbedingt vermieden werden! Des Weiteren stellen Medien und Personen des öffentlichen Lebens die brachycephalen Tiere als „niedlich“ dar und idealisieren ihr Aussehen und Verhalten. Dieser Bewegung muss entgegengewirkt werden, um die Zahl dieser oft leidenden Tiere langfristig zu verringern.

Außerdem sollten die Tierärzte/-innen in ihren Praxen und Kliniken auf die Problematiken aufmerksam machen. Dies kann beispielsweise im persönlichen Gespräch oder durch ausliegende Flyer erfolgen. Sicherlich wird dies bei einigen Klienten auf Missmut stoßen, dennoch sollte es nicht aus wirtschaftlichen Gründen als Tabuthema betrachtet werden. Die Flyer informieren außerdem nicht nur Besitzer solcher Rassen und erhöhen deren Sensibilität gegenüber Symptomen, sondern erreichen auch andere Patientenbesitzer und tragen somit zur Verbreitung der Stellung der Tierärzteschaft gegen züchtungsbedingte Defekte bei.

Des Weiteren sollten die Studierenden durch ihre Dozenten sensibilisiert werden und auch selbst eine Aufklärungsposition einnehmen.

– Was wir bereits getan haben –

Die Arbeitsgruppe Tierschutz des bvvd engagiert sich vielfältig, um über Probleme der brachycephalen Rassen aufzuklären.

Diese Aufklärung muss bereits in den Schulen bei den Kindern beginnen. Dazu wird in Zusammenarbeit mit der Landestierschutzbeauftragten Berlins und der Arbeitsgruppe Tierschutz der FU Berlin ein Projekt durchgeführt, wobei Kinder spielerisch über mögliche Problematiken von Hunden brachycephaler Rassen lernen. Zu diesem Projekt „Vets4kids“ fanden bisher auch drei Workshops für Studierende statt.

Des Weiteren fanden zwei Podiumsdiskussionen zu diesem Thema statt. Die Erste im Juli 2018 von der Tierschutzgruppe Berlin und die Zweite im Oktober 2018 vom bvvd und der IVSA (International Veterinary Student Association) organisiert.

Auch verteilten die Tierschutzgruppe Berlin und die AG Tierschutz des bvvd Flyer und Postkarten der Kampagne „umdenken-tierzuliebe“ der Tierärztekammer Berlin an Tierarztpraxen, Kliniken und den veterinärmedizinischen Fakultäten.

Schlussfolgerung:

Dieses Thema geht uns alle an und wir, als Tiermedizin-Studierende, nehmen öffentlich Stellung: Wir sprechen uns als zukünftige Tierärzte deutlich gegen die weitere Zucht brachycephaler Hunde aus und fordern nochmals:

  • Das Beenden brachycephaler Merkmale als Zuchtziele, die nicht mit dem Tierwohl vereinbar sind durch Änderung des Rassestandards, und obendrein gezieltes Züchten entgegen brachycephaler Merkmale*1
  • Das Beenden der Zuchthilfe*2 von tierärztlicher Seite bei brachycephalen Rassen
  • Das Unterlassen der Nutzung brachycephaler Rassen zur Werbung in jeglichen Medien
  • Das Schaffen eines hohen Bewusstseins für die Rasseproblematiken unter den Tierärzten/-innen, Studierenden der Veterinärmedizin und der Bevölkerung

Aus diesen Gründen ist der bvvd als Unterstützer auf der Website http://vetsagainstbrachycephalism.com/ zu finden.


Arbeitsgruppe Tierschutz des bvvd e.V.


Aimée Lieberum
Arbeitsgruppenleiterin, Studentin an der VMF Leipzig
Kontakt: tierschutz@bvvd.de

*1 brachycephale Merkmale: Hiermit sind jegliche Merkmale eingeschlossen, die im Abschnitt „Wissenschaftlicher Hintergrund“ aufgeführt sind und zu dort erläuterten Symptomen und Erkrankungen führen können. Nochmals anzumerken sei hier, dass nicht jeder brachycephale Hund unter den Symptomen und Erkrankungen leidet, doch die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit unnötigen Leidens für den Hund und die Nachkommen hoch ist, ist Grund genug, von der Zucht abzusehen.

 *2 Zuchthilfe: Jegliche nicht lebensnotwendige Hilfe, die der Zucht brachycephaler Rassen dient, wie bspw. die Zyklusbestimmung.

 *3 Entropien: Fehlstellung der unteren Augenlider, wodurch die Wimpern die Hornhaut berühren und direkt Reizen.

Literaturquellen

            Trappler M, Moore K. Canine brachycephalic airway syndrome: pathophysiology, diagnosis, and nonsurgical management. Compend Contin Educ Vet. 2011;33(5):E1-4; quiz E5.

            Oechtering GU. Brachycephalic syndrome – new information on an old congenital disease. Veterinary Focus. 2010;20(2):2-9.

Internetquellen

http://vetsagainstbrachycephalism.com/
http://veterinary-neurologist.co.uk/resources/Brachycephaly-discussion-paper.pdf
https://www.gesunde-bulldoggen.de/files/OECHTERING_2010_Das_Brachyzephalensyndrom_FOCUS.pdf
file:///C:/Users/User/Downloads/TVT___BTK-MB_Beurteilung_Brachycephalie_Qualzucht_Mops_Juli_2017.pdf
file:///C:/Users/User/Downloads/TVT-MB_141_Qualzucht_beim_Hund_Nov._2017.pdf
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
https://www.vdh.de/welpen/mein-welpe/mops

Anhang I: Auszug aus dem Tierschutzgesetz

§ 11b

(1) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch biotechnische Maßnahmen zu verändern, soweit im Falle der Züchtung züchterische Erkenntnisse oder im Falle der Veränderung Erkenntnisse, die Veränderungen durch biotechnische Maßnahmen betreffen, erwarten lassen, dass als Folge der Zucht oder Veränderung

1. bei der Nachzucht, den biotechnisch veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten oder

2. bei den Nachkommen

a) mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten,

b) jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder

c) die Haltung nur unter Schmerzen oder vermeidbaren Leiden möglich ist oder zu Schäden führt.

(2) Die zuständige Behörde kann das Unfruchtbarmachen von Wirbeltieren anordnen, soweit züchterische Erkenntnisse oder Erkenntnisse, die Veränderungen durch biotechnische Maßnahmen betreffen, erwarten lassen, dass deren Nachkommen Störungen oder Veränderungen im Sinne des Absatzes 1 zeigen werden.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für durch Züchtung oder biotechnische Maßnahmen veränderte Wirbeltiere, die für wissenschaftliche Zwecke notwendig sind.

(4) Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates

1. die erblich bedingten Veränderungen und Verhaltensstörungen nach Absatz 1 näher zu bestimmen,

2. das Züchten mit Wirbeltieren bestimmter Arten, Rassen und Linien zu verbieten oder zu beschränken, wenn dieses Züchten zu Verstößen gegen Absatz 1 führen kann.

Anhang II: Wissenschaftlicher Hintergrund

Wissenschaftlicher Hintergrund


Brachycephale Hunde leiden täglich an ihren durch Züchtung bedingten Merkmalen. Hierzu gehören vornehmlich:

  • Atemnot
  • Thermoregulationsschwierigkeiten
  • Exophthalmus und Hornhautulzera (u.a. durch Entropien*3)
  • Ataxie oder Parese
  • Hautfaltendermatitis
  • Zahn- und Kieferfehlstellungen
  • Mangelnde Kommunikationsfähigkeit mit Artgenossen
  • Weitere Symptome

Im Folgenden wird kurz der Hintergrund dieser Symptome erläutert.

Atemnot: Entsteht durch verschiedene Faktoren. Wichtig ist hervorzuheben, dass Hunde obligate Nasenatmer sind. Gründe für die Atemnot sind vor allem die zu engen Nares (Nasenlöcher) und verhältnismäßig zu großen Conchae nasales (Nasenmuscheln). Letztere sind zu groß für den gestauchten Schädel, da die Weichgewebe, nachdem der gestauchte Schädel sein Wachstum früh einstellt, weiterwachsen. Dies resultiert in zu kleinen Meatus nasi (Nasengängen) mit entsprechend hohem Luftwiderstand bei der Atmung.
Auch wird die Pars nasalis pharyngis (Nasopharynx, Atmungsrachen) durch umliegendes Gewebe, wie dem zu langen Velum palatinum (Gaumensegel), eingeengt.
Hierdurch entstehen die bekannten Atemgeräusche, welche häufig als „Schnarchen“ wahrgenommen werden. Außerdem kann es zum Kollaps des Larynx kommen und die Trachea ist im Durchmesser zu klein (Hypotrachea). Durch die ungenügende Aufnahme von Atemluft und somit Sauerstoff, sind die Hunde häufig weniger leistungsfähig. Es kann gelegentlich zum Verlieren des Bewusstseins durch eine Hypoxie im Gehirn, sowie selten sogar zum Ersticken kommen. Besonders deutlich wird diese Atemnot dadurch, dass diese Hunde oft mit Spielzeugen zwischen ihren Zähnen oder mit erhöhter und überstreckter Kopfhaltung schlafen. Sie zeigen in vielen Fällen postoperativ eine Toleranz gegenüber dem Tubus, da dieser ihnen das Atmen erleichtert.

Thermoregulationsschwierigkeiten: Hunde hecheln, um eine zu hohe Körpertemperatur durch Wärmeabgabe zu regulieren. Beim Hecheln wird mit hoher Atemfrequenz hauptsächlich kühle Luft durch die Nase eingeatmet und erwärmte Luft durch das Maul ausgeatmet. Die geeignete Nase für die hohe Atemfrequenz fehlt den Brachycephalen allerdings, sodass sie ihre Körpertemperatur nicht ausreichend regulieren können und ihr Maul weiter aufreißen müssen. Das wird oft fälschlicherweise als „Lächeln“ interpretiert und erscheint in den Augen vieler Menschen als „niedlich“. Aus diesem Grund haben brachycephale Rassen ein erhöhtes Risiko einen Hitzeschlag zu erleiden, der oft in Kombination mit der bereits genannten Hypoxie auftritt.

Exophthalmus und Hornhautulzera: Durch die hervorstehenden Augen liegt die Prävalenz der Hunde, die einen Exophthalmus erleiden, bei brachycephalen Hunden im Vergleich zu meso- („mittel-“) oder dolichocephalen („langschnäuzigen“) Hunden deutlich höher.
Hornhautulzera sind häufig Folge von Entropien*3, Verletzungen der herausragenden Augen oder zu trockener Cornea, da ein vollständiger Lidschluss oft nicht gegeben ist. Auch führen Entzündungen häufig zu Keratitis pigmentosa.

Ataxie oder Parese: Die Wirbel sind deformiert (Hemivertebrae, „Keilwirbel“), sodass es zu Bandscheibenvorfällen und Schäden des Rückenmarkes kommen kann, welche in Ataxien und Paresen resultieren können. Insbesondere sind Rassen mit Ringelschwanz betroffen, welcher beispielsweise beim Mops als Rassestandard beim VDH festgelegt ist.

Hautfaltendermatitis: Feuchtigkeit und Aufeinanderreiben von Haut und Haaren in den Hautfalten führt zu entzündlichen Prozessen und schmerzhaften Hautveränderungen – insbesondere Nasenfaltendermatitis. Dazu beitragend ist der verengte Canalis nasolacrimalis (Tränennasengang), welcher zu Ausfluss von Tränenflüssigkeit aus dem Auge führt.

Zahn- und Kieferfehlstellungen: Es kommt vermehrt zu Parodontopathien. Grund sind eine veränderte Zahnstellung (Crowding der Zähne), überzählige und nicht durchgebrochene Zähne.

Mangelnde Kommunikationsfähigkeit mit Artgenossen: Die mögliche Mimik der brachycephalen Rassen ist aufgrund ihrer Kopfform und ihrer Hautfalten stark verringert. Zudem ist bei Rassen mit Ringelschwanz die Kommunikation durch ihren Schwanz stark eingeschränkt. Dieses Problem wird häufig unterbewertet, stellt aber für die Hunde eine erhebliche Schwierigkeit dar und kann bei innerartlichen Missverständnissen auch gefährlich werden.

Weitere Symptome: Dazu kommen noch weitere Probleme, wie Dystokien (Schwergeburten). Der Schädel dieser Rassen ist häufig zu groß für eine natürliche Geburt, sodass eine Sectio caesarea (Kaiserschnitt) notwendig wird. Des Weiteren führen die veränderten Druckverhältnisse zu gastrointestinalen Symptomen, wie Regurgitieren. Außerdem treten gehäuft Fehlbildungen der Hüfte sowie der Achsenstellung der Gliedmaßen auf.

Das „Brachycephale Syndrom“ anstatt „Brachycephales Atemnotsyndom“

Diese Symptome werden unter dem bekannten Erkrankungsbild des Brachycephalen Syndroms zusammengefasst. Es sei hier kurz angemerkt, dass die Begriffe des Brachycephalen Atemnotsyndromes oder des brachycephalic airway obstruction syndroms (BAOS) nicht zu wählen sind. Diese Begriffe sind irreführend, da sie weitere Veränderungen, die den Atemtrakt nicht betreffen (siehe oben) und ebenfalls mit erheblichen gesundheitlichen Konsequenzen verbunden sind, vernachlässigen.

Dos & Don’ts im Praktikum

1. Juli 2019

Ein Kommentar zum gesunden Miteinander

Während es dem studierten Nachwuchs, aus Sicht der Arbeitgeber, an praktischen Fertigkeiten und Engagement mangelt, realisieren Studierende, dass sie trotz Erhalt der Approbation und unterstützenden Pflichtpraktika mit Lücken ins Berufsleben starten.

Diese Praktika können diese Lücken zwar nicht vollends schließen, tragen aber wesentlich zur veterinärmedizinischen Ausbildung bei. Was wünschen und erwarten sich Studierende und TierärztInnen?

Bei den Kongressen des bpt und DVG 2017 hat der bvvd e.V. sich mit der Frage nach den gegenseitigen Erwartungen im kurativen Praktikum beschäftigt. An einer Pinnwand sollten Dos und Don’ts festgehalten werden. Angesprochen wurden hier Studierende und praktizierende TierärztInnen gleichermaßen. Ziel war es gemeinsame Wünsche und Aversionen herauszuarbeiten und so den Grundstein für ein besseres Verständnis füreinander zu legen. Aus den gesammelten Ergebnissen sollte dann ein „Leitfaden zum Verhalten im Praktikum“ erstellt werden.

Unsere Befragungen haben ergeben, dass TierärztInnen sich von ihren PratikantInnen vor Allem Motivation und Lernbereitschaft, sowie Zuverlässigkeit wünschen. Klare No-Gos waren Respektlosigkeit gegenüber dem Team oder den Tierhaltern, Passivität oder offensichtlichen Langeweile. Auch auf die Selbstverständlichkeit von Verschwiegenheit und Datenschutz wurde mehrmals hingewiesen.

Studierende legten Wert darauf, dass ihre AusbilderInnen ihnen mit Respekt und Lehrbereitschaft begegneten. No-Gos waren hier ein fragwürdiges Übermaß an fachfremden Aufgaben und unvergüteten Überstunden, sowie der respektlose Umgang durch cholerische KollegInnen.

Bei der Konzepterstellung unseres Leitfadens kamen wir zu dem Ergebnis, dass sich sowohl Studierende als auch praktizierende Tierärzte von ihrem Gegenüber Respekt und gesunden Menschenverstand im zwischenmenschlichen Umgang erwarten. Unser Projekt erschien obsolet, als wir uns bewusstwurden, dass es bereits ein Schriftstück zum Umgang mit Menschen gibt (siehe: Über den Umgang mit Menschen, von Adolph von Knigge).

Doch die Idee zum „Praktikumsleitfaden“ entstand durch die wahrgenommene Kommunikationsschwierigkeit zwischen Studierenden und praktizierenden TierärztInnen. Wir wollten unsere Erkenntnisse also nicht ungenutzt lassen und mit diesem Artikel zu einem verständnisvolleren Miteinander aufrufen!

Kurative AusbilderInnen profitieren von der Motivation ihrer Studierenden genauso wie sich die heranwachsenden KollegInnen über die langersehnten Praxiserfahrung freuen. Offene Kommunikation ist hier die Lösung. Denn durch ehrliche Vorgespräche und Feedback lässt sich einiges aus dem Weg räumen.

Als tiermedizinische Gemeinschaft ist es unsere Aufgabe eine optimale medizinische Versorgung zum Wohl von Mensch und Tier zu gewährleisten. Daher sollten wir uns bemühen uns bei der Verfolgung dieses Ziels auch im Praktikum gegenseitig zu unterstützen und zu respektieren.

Kim Usko

Im Namen des bvvd e.V.

Mitgliederversammlung

3. Juni 2019

Wir sagen Danke!

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine tolle MV, die ohne Euch nicht möglich gewesen wäre!

Danke an das wundervolle Orga-Team aus Gießen, für ein rundum gelungenes Wochenende!

Und abschließend gilt ein großer Dank natürlich allen Sponsoren, die uns so großzügig bei dieser MV unterstützt haben. Danke an die ApoBank, Bioland, den bpt, die DVG, IDEXX, Lehmanns, scil, TVD, VetConcept und Veyx!

Der bvvd beim Niedersächsischen Tierärztetag in Hannover

1. Februar 2019

Wie schon beim letzten Niedersächsischen Tierärztetag haben wir uns auch diesmal wieder sehr über die Einladung gefreut! Vor allem, da der diesjährige NTT ein gelungener Start ins neue Jahr 2019 war.

Freitagnachmittag luden wir zusammen mit der Schlüterschen sowohl Studierende als auch praktizierende KollegInnen zu unserer Diskussionsrunde “Aus der Traum? Was brauchen die praktischen Tierärzte von morgen?” ein. Auf der Bühne durften wir Prof. Dr. Andrea Tipold (Vizepräsidentin für Lehre, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover), Dr. Carsten Vogt (Tierärztliche Praxis Ottersberg) und Herrn Holger Lorenz (Geschäftsführer der Tierärztekammer Niedersachen) begrüßen. Moderiert wurde die Veranstaltung von mir, Kim Usko (Vizepräsidentin bvvd e.V., 9. Semester LMU München), und Melina Gudat (MEC Gießen bvvd e.V., 7. Semester JLU Gießen). Ziel war es, Raum für einen offenen Austausch auf Augenhöhe zu bieten und das aktuelle Berufsbild der kurativen Tiermedizin kritisch zu beleuchten. Als gemeinsame Schnittmenge (und oftmals Stein des Anstoßes) war uns hierbei das kurative Pflichtpraktikum besonders wichtig. Obwohl wir uns gerne mehr Publikum seitens der Kongressgänger gewünscht hätten, ergab sich trotzdem eine sehr anregende Diskussion. Es wurde klar, dass für einen motivierten Berufseinstieg der erste Eindruck wegweisend ist. Es sollte dem Praktikum in dieser Hinsicht also sicherlich eine tragende Rolle zugeschrieben werden. Gleichzeitig geht jedoch der Appel an die Studierenden, das Ganze weniger verkrampft anzugehen. Niemand erwartet herausragende Leistungen 24/7 von uns. Stattdessen sollte das Praktikum Spaß machen und als Chance betrachtet werden das zukünftige Berufsfeld individuell abzustecken.

Ein weiteres Highlight des NTT war der Science Slam als Abschluss der Freitags-Vorträge. Wissenschaftliche und (wenn man mal ehrlich ist) auf den ersten Blick eher trockene Themen wurden frisch und energetisch vorgetragen und begeisterten so im Nu den ganzen Saal. Das Vets-Together im Anschluss trug mit gutem Essen und noch besserer Gesellschaft zu dem außergewöhnlichen Abend bei. Es wurde sich unterhalten, zwischendurch hitzig debattiert und herzlich gelacht!

Aber so Abende haben bekanntlich auch ihren Preis und dementsprechend war die Messe am Samstag schon etwas ruhiger. So hatten wir die Gelegenheit uns selbst einige anregende Vorträge anzuhören und uns unseren Standbesuchern zu widmen. Als Aktion hatten eine Pinnwand mit der Frage nach positiven und negativen Erfahrungen im Praktikum aufgestellt. Der allgemeine Konsens hierbei war: Wir Studierenden wünschen uns die Möglichkeit praktisch und theoretisch zu lernen, legen dabei aber viel Wert auf ein angenehmes und gesundes Arbeitsklima!

Alles in Allem haben wir uns sehr über die Gelegenheit gefreut, am Niedersächsischen Tierärztetag 2019 teilzunehmen und freuen uns bereits auf den nächsten!

Mit besten Grüßen

Kim Usko

für den bvvd e.V.

Bpt-Kongress in Hannover

23. Dezember 2018

Foto am Stand des bvvd e.V. nach unserem Gewinnspiel

Erfolg in allen Ebenen

Bevor im Dezember als letztes Großereignis die Mitgliederversammlung in Gießen stattfinden sollte, schloss der bpt-Kongress Mitte November in Hannover die erfolgreiche Kongressreihe des bvvd in 2016 ab.

Bereits am Donnerstag fand im Rahmen eines Vorstandstreffens zwischen bpt und bvvd ein Gespräch über die weitere Zusammenarbeit und kommende gemeinsame Projekte statt. Besonders die Zusammenarbeit an den Hochschulen, die Initiative Ausbildungspraxis und die Novellierung der TAppV in Hinsicht auf Stärkung der kaufmännischen und kommunikativen Kenntnisse während des Studiums standen dabei im Vordergrund.

Am Freitag nahm der Präsident des bvvd, Florian Diel, an der berufspolitischen Diskussion mit dem Thema „ Wie lassen sich die Arbeitsbedingungen für angestellte Tierärzte/innen weiter verbessern?“ teil. Es wurde auf der Grundlage von Ergebnissen der Doktorarbeit von Johanna Kersebom, Tierärztin an der Freien Universität Berlin, diskutiert. Unter anderem ergab die Umfrage, dass angestellte Tierärzte/innen zum Teil länger als der Rest der berufstätigen Bevölkerung arbeiten und teilweise unter Mindestlohn verdienen. Moderiert vom Geschäftsführer des bpt Heiko Färber fanden sich unter den Diskussionsteilnehmern, neben dem Präsidenten des bvvd,  Dr. Carsten Vogt (Praxisinhaber, Mitglied im bpt-Arbeitskreis Angestellte Tierärzte), Dr. Uta Seiwald (angestellte Tierärztin, Mitglied im bpt-Präsidium und bpt-Arbeitskreis Angestellte Tierärzte), Nicolas Haas (Business Area Manager D-A-CH AniCura) und Dr. Christian Wunderlich (1. Vorsitzender des Bunds angestellter Tierärzte). Neben einer angemessenen Bezahlung wurden auch weitere Aspekte, wie Mitarbeiterführung, Praxismanagement, Kommunikation und Arbeitszeiterfassung als Grundlagen für eine Verbesserung der aktuellen Situation gemeinsam in den Vordergrund gerückt.

Auch am Samstag konnte der bvvd im Seminar „Fortbildung für Ausbildungspraxen“ einen Redebeitrag nach dem gelungenen Vortrag von Lisa Leiner, Geschäftsführerin von VetStage, zum Thema Mitarbeiterführung beisteuern. Hierbei arbeitete Max Rieckmann, Geschäftsführer des bvvd, die Vorteile eines gut geplanten Praktikums für den betreuenden Tierarzt und die Studierenden heraus. Einerseits wurden die Möglichkeit für Praxisinhaber potentielle Angestellte über solche Praktika kennenzulernen hervorgehoben. Aber auch die Persönlichkeitsentwicklung wurde neben der Verbesserung von praktischen Kenntnissen des Studierenden als positiver Aspekt betont.

Am Messestand konnten sich sowohl Studierende als auch Praktiker am Gewinnspiel beteiligen oder sich an der Erhebung von praxisrelevanten first-day-skills beteiligen. Viele Studierende nutzen das Angebot des bpt am Freitag zum Studierendentag kostenlos Kongressluft schnuppern zu können. Daher gab es diesmal sowohl Freitag als auch Samstag eine Gewinnspielverlosung, bei der jeweils 5 Teilnehmer ein Exemplar des vom bvvd initiierten Buches „FAQ – Berufseinstieg Kleintierpraxis“ gewinnen konnten. Neben den zahlreichen Tierärzten und Studierenden freute sich der bvvd über den Besuch von Frau Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, am Messestand.

Der bvvd bedankt sich beim bpt für die gute Zusammenarbeit und freut sich bereits auf den kommenden Kongress vom 19. Bis 21. Oktober 2017 in München.

Susanne Prochnau

1: Die glücklichen Gewinner des FAQ-Buches am Freitag zum Studierendentag zusammen mit Vorstandsmitgliedern nach der Verlosung. (Quelle bvvd)

2: Dr. Maria Flachsbarth im Gespräch mit Isabelle Wolle, Leiterin der AG Vie(h)lfalt, am bvvd Stand. (Copyright „bpt/Jan Rathke“)

Bpt-Kongress in Hannover

Erfolg in allen Ebenen

bpt_kongress_standfotoBevor im Dezember als letztes Großereignis die Mitgliederversammlung in Gießen stattfinden sollte, schloss der bpt-Kongress Mitte November in Hannover die erfolgreiche Kongressreihe des bvvd in 2016 ab.

Bereits am Donnerstag fand im Rahmen eines Vorstandstreffens zwischen bpt und bvvd ein Gespräch über die weitere Zusammenarbeit und kommende gemeinsame Projekte statt. Besonders die Zusammenarbeit an den Hochschulen, die Initiative Ausbildungspraxis und die Novellierung der TAppV in Hinsicht auf Stärkung der kaufmännischen und kommunikativen Kenntnisse während des Studiums standen dabei im Vordergrund.

Am Freitag nahm der Präsident des bvvd, Florian Diel, an der berufspolitischen Diskussion mit dem Thema „ Wie lassen sich die Arbeitsbedingungen für angestellte Tierärzte/innen weiter verbessern?“ teil. Es wurde auf der Grundlage von Ergebnissen der Doktorarbeit von Johanna Kersebom, Tierärztin an der Freien Universität Berlin, diskutiert. Unter anderem ergab die Umfrage, dass angestellte Tierärzte/innen zum Teil länger als der Rest der berufstätigen Bevölkerung arbeiten und teilweise unter Mindestlohn verdienen. Moderiert vom Geschäftsführer des bpt Heiko Färber fanden sich unter den Diskussionsteilnehmern, neben dem Präsidenten des bvvd,  Dr. Carsten Vogt (Praxisinhaber, Mitglied im bpt-Arbeitskreis Angestellte Tierärzte), Dr. Uta Seiwald (angestellte Tierärztin, Mitglied im bpt-Präsidium und bpt-Arbeitskreis Angestellte Tierärzte), Nicolas Haas (Business Area Manager D-A-CH AniCura) und Dr. Christian Wunderlich (1. Vorsitzender des Bunds angestellter Tierärzte). Neben einer angemessenen Bezahlung wurden auch weitere Aspekte, wie Mitarbeiterführung, Praxismanagement, Kommunikation und Arbeitszeiterfassung als Grundlagen für eine Verbesserung der aktuellen Situation gemeinsam in den Vordergrund gerückt.

Auch am Samstag konnte der bvvd im Seminar „Fortbildung für Ausbildungspraxen“ einen Redebeitrag nach dem gelungenen Vortrag von Lisa Leiner, Geschäftsführerin von VetStage, zum Thema Mitarbeiterführung beisteuern. Hierbei arbeitete Max Rieckmann, Geschäftsführer des bvvd, die Vorteile eines gut geplanten Praktikums für den betreuenden Tierarzt und die Studierenden heraus. Einerseits wurden die Möglichkeit für Praxisinhaber potentielle Angestellte über solche Praktika kennenzulernen hervorgehoben. Aber auch die Persönlichkeitsentwicklung wurde neben der Verbesserung von praktischen Kenntnissen des Studierenden als positiver Aspekt betont.

Am Messestand konnten sich sowohl Studierende als auch Praktiker am Gewinnspiel beteiligen oder sich an der Erhebung von praxisrelevanten first-day-skills beteiligen. Viele Studierende nutzen das Angebot des bpt am Freitag zum Studierendentag kostenlos Kongressluft schnuppern zu können. Daher gab es diesmal sowohl Freitag als auch Samstag eine Gewinnspielverlosung, bei der jeweils 5 Teilnehmer ein Exemplar des vom bvvd initiierten Buches „FAQ – Berufseinstieg Kleintierpraxis“ gewinnen konnten. Neben den zahlreichen Tierärzten und Studierenden freute sich der bvvd über den Besuch von Frau Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, am Messestand.

Der bvvd bedankt sich beim bpt für die gute Zusammenarbeit und freut sich bereits auf den kommenden Kongress vom 19. Bis 21. Oktober 2017 in München.

Susanne Prochnau

1: Die glücklichen Gewinner des FAQ-Buches am Freitag zum Studierendentag zusammen mit Vorstandsmitgliedern nach der Verlosung. (Quelle bvvd)

2: Dr. Maria Flachsbarth im Gespräch mit Isabelle Wolle, Leiterin der AG Vie(h)lfalt, am bvvd Stand. (Copyright „bpt/Jan Rathke“)

Im Ultraschall sind alle Katzen grau …?

13. August 2018

Ultraschallseminar am 03. – 04. September 2018 in München – powered by bvvd e.V.

Alles oder Nichts? Schwarz oder weiß?

Der bvvd sagt Ja zu Graustufen!

Im Münchner Ultraschalllabor (benannt nach dessen Gründerin Prof. Dr. Poulsen-Nautrup) wird Euch gezeigt wie Ihr die feinen Nuancen im Ultraschall unterscheiden und zuordnen könnt. Ziel des Seminars ist es Euch in zwei Tagen (Montag und Dienstag) die wichtigsten Sono-Basics in Theorie und Praxis nahezubringen. Das Mitbringen eigener Hunde zwecks Letzterem ist in diesem Fall erwünscht!

Wenn Du also Lust auf mehr bewegte Bilder statt Rückenschmerzen vom Bücher büffeln hast; wenn Du Bock hast Studierende anderer Fakultäten kennen zu lernen; und vor Allem wenn Du die Abende entspannt mit neuen Freunden am Englischen Garten ausklingen lassen willst – melde Dich per Email mit folgenden Infos bei vizepraesident@bvvd.de:

  • Name und Standort
  • Semester (das Seminar ist für Studierende ab dem Physikum empfohlen)
  • Bringt Ihr einen Hund mit: ja/nein?
  • Art der Anfahrt
  • Essverhalten (omnivor, vegetarisch)

Die Anmeldefrist läuft bis zum 26. September 2018. Die Teilnehmerzahl ist raumbedingt stark begrenzt (15 Plätze), also melde Dich am besten gleich an.

Für Verpflegung und Übernachtung ist natürlich wie immer gesorgt (Kostenpunkt 30 Euro pro Person; nähere Informationen zur Überweisung folgen per Email).

Minga freut sich auf Dich!