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Allein unter Psychos, Tablettenschubsern, Göttern in Weiß & Co?

Wer von euch hat sie nicht: die lieben Vorurteile? Wir sind bekannt als Wendys und Katzenstreichler, die Humanis als arrogante, empathielose Götter in Weiß, die Zahnis als versnobbte Porschefahrer mit Tesla-Fahrer-Eltern, die Psychologen als Nicht-Wissenschaftler, die alle einen an der Waffel haben und die Pharmazeuten (nein der Plural ist NICHT: Pharmakologen) als lobbyistische Tablettenschubser, die sich alles was sie so brauchen selbst im Kämmerchen herstellen.

Aber: im Grunde sind wir doch eigentlich alle gleich: Wir sind alle verrückt genug einen Studiengang im Gesundheitswesen zu studieren – in manchen Episoden müssen wir uns dann auch schon mal durch quälen – und wir hadern im Studium und im Beruf mit ähnlichen Problematiken. – Ja wirklich! Denn mal ehrlich.. wozu müssen denn beispielsweise Zahnmediziner die komplette Anatomie des Menschen können?? Ich meine, die machen später Zähne??? Wir alle in unseren Verbänden beschäftigen uns mit der Studienordnung, der Gebührenordnung, der Bezahlung von Praktika, oder mit Lernzielen und –inhalten.

Im Grunde sollte zwischen uns gelten: Einer für alle, alle für einen! Wie die Musketiere, nur sind wir mehr als drei! Und genau das versuchen wir in der Arbeitsgruppe Interprofessionalität beim Bundesverband der Veterinärmedizinstudierenden Deutschlands e.V. (auch bekannt als bvvd e.V oder nur bvvd.): Wir Vertreter*innen aus den Verbänden der oben genannten Studiengänge schreiben gemeinsam Positionspapiere, tauschen uns aus, treten füreinander ein und helfen uns bei Fragen über z.B. die Verbandsstruktur, aber auch thematische, fachspezifische Belange aus.

Interprofessionalität ist wichtig und sollte uns allen im Gedächtnis bleiben. Denn was bringt es immer gegeneinander zu sein?

Das Allerbeste überhaupt ist: Man darf immer zu Mitgliederversammlungen von verschiedenen Verbänden fahren! Und glaubt mir, man erlebt so Einiges….

Mittlerweile habe ich die verschiedensten und interessantesten Menschen der Welt getroffen und sehr viel gelernt, sowohl über Verbandsstrukturen, Problematiken und Positionen der einzelnen Verbände und Studiengänge, aber auch andere Sachen für mich persönlich!

Ich meine, die Psychologen sind einfach Vorreiter in Energizern, Nachhaltigkeit, Containern, selbstgeschriebenen Liedern und entspannter, lockerer Atmosphäre auf ihren PsyFaKos; die Pharmazeuten beeindrucken auf ihrer BVT mit ihrem unaufhaltsamen Spaß an Maskottchenklau, weiteren Gesellschaftsspielen und selbsterstellten Memes, sowie ihrer großen Offenherzigkeit; und die Zahnmediziner haben einfach unvergessliche liebevoll thematisch gestaltete Galaabende, Deluxe-Frühstücke und sehr praktisch versierte Workshops.

Aber selbstverständlich sind unsere MVs…. Einfach 10/10!! Wie unsere letzte, die war im schönen Gießen.

Wieder etwas Gemeinsames: Wir alle haben Sitzungsblöcke mit wichtigen hochschulpolitischen Themen und Diskussionen, aber auch ein – der eine mehr, der andere weniger großes – Angebot an Workshops und interaktiver Zusammenarbeit. Außerdem wird nie der gemeinsame Spaß vergessen und die Wiedersehensfreude ist jedes Mal auf Neue riesig.

Also: Interprofessionalität und die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Leuten aus Gesundheitsberufen ist einfach unglaublich lehrreich und spannend! Die Arbeit im Verband lohnt sich wirklich sehr. ·SG·